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St. Thomas Kirche entwidmet
In Helmstedt wurde eine zweite evangelische Kirche entwidmet
Helmstedt. Mit einem Gottesdienst wurde die St. Thomas Kirche in Helmstedt am Sonntag, 21. Juni, entwidmet. Landesbischöfin Dr. Christina-Maria Bammel, die Helmstedter Pröpstin Katja Witte-Knoblauch, Pfarrer Martin Pyrek und ein Team von Ehrenamtlichen gestalteten den letzten Gottesdienst in der Kirche, die nun offiziell geschlossen ist.
Die Kirche wurde 1967 geweiht. Inzwischen beliefen sich die jährlichen Kosten laut Helmstedts Pröpstin Katja Witte-Knoblauch auf rund 30.000 Euro. Neben den steigenden Betriebskosten gab es aber noch weitere Gründe, die zu der Entscheidung für die Entwidmung der St. Thomas Kirche geführt hätten: Der demografische Wandel, sinkende Mitgliederzahlen sowie sinkende finanzielle und personelle Ressourcen.
Landesbischöfin Dr. Christina-Maria Bammel hat sich in ihrer Predigt unter anderem auf den Wandel der Kirchengemeinde bezogen: „Was damals nach der Eröffnung, die nicht nur ein ganzer Stadtteil mit gefeiert hatte, was nach Jahrzehnten der Arbeit mit allen Generationen, konzeptionell aufeinander abgestimmt war, wie Architektur und Gemeindeprogramm, Konfis, Kindermusicals, Chorarbeit, Andachten, Angebote, das braucht heute andere Formen von Gemeinschaft in einer vollkommen anderen Zeit, einem anderen Jahrhundert.“